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Cloud-Repatriierung: wann die Rückverlagerung von Workloads aus der Public Cloud sinnvoll ist und für welche

Eurokommerz, Wien, seit 2006: Private AI/ML · IT Managed Services · Enterprise Training · KI-Hardware & Software

IN KÜRZE
  • Cloud-Repatriierung bezeichnet die Rückverlagerung von Workloads oder Daten aus einer Public Cloud ins eigene Rechenzentrum, in ein Colocation-Rechenzentrum oder in eine gehostete Private Cloud; ein Blogbeitrag von IDC vom 28. Oktober 2024 beziffert den Anteil der Unternehmen, die eine vollständige Rückverlagerung ihrer Workloads planen, auf 8 bis 9 %
  • Die üblichen Treiber sind konstante Last, die die Elastizität nicht nutzt, Entgelte für die Datenübertragung, Lizenzbedingungen, Anforderungen an Datenstandort und Jurisdiktion des Betreibers sowie konstante GPU-Last für KI-Inferenz
  • VMs mit konstanter Last, selbstverwaltete Datenbanken, Backups und KI-Inferenz mit konstanter Last kehren oft zurück; Serverless-Funktionen, Managed-Plattformdienste, stark schwankende Last und kurzlebige Testumgebungen bleiben meist in der Public Cloud
  • Nach der EU-Datenverordnung (Data Act), Stand Oktober 2026 unverändert, umfasst der Wechsel auch den Umzug auf eine IKT-Infrastruktur in eigenen Räumlichkeiten; Anbieter dürfen bis zum 12. Januar 2027 ermäßigte Wechselentgelte erheben, Datenextraktionsentgelte eingeschlossen und begrenzt auf ihre Kosten im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Wechsel, ab diesem Datum keine mehr
  • Vergleichen Sie jeden Workload anhand von zwölf Monaten Rechnungspositionen und Auslastung, und rechnen Sie den Parallelbetrieb ebenso ein wie die Kosten, die nach dem Umzug bleiben: Ersatz von Managed Services, Know-how und Rufbereitschaft, Hardware-Erneuerung und ein zweiter Standort

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Cloud-Repatriierung: was sie ist und wann die Rückverlagerung sinnvoll ist

Cloud-Repatriierung, die Rückverlagerung aus der Cloud, bezeichnet den Umzug von Workloads oder Daten aus einer Public Cloud zurück ins eigene Rechenzentrum, auf gemietete Fläche in einem Colocation-Rechenzentrum oder in eine Private Cloud, die allein für Ihre Organisation gehostet wird. Sinnvoll sein kann sie bei Workloads mit konstanter Last, bei großen Datenmengen, die die Cloud verlassen, oder bei festen Anforderungen daran, wo Daten gespeichert werden und wer die Plattform betreibt. Selten sinnvoll ist sie bei Diensten, die auf der Managed-Plattform eines Anbieters aufbauen, weil ihr Umzug ein Neuschreiben bedeutet. Ein Umzug auf die IaaS eines regionalen Anbieters ist streng genommen ein Anbieterwechsel, doch die Entscheidung folgt denselben Schritten.

Ein Blogbeitrag von IDC vom 28. Oktober 2024 nannte die Repatriierung „keine Komplettmigration“ und bezifferte unter Berufung auf den Server and Storage Workloads Survey von IDC den Anteil der Unternehmen, die eine vollständige Rückverlagerung ihrer Workloads planen, auf 8 bis 9 %. Werden ausgewählte Workloads zurückgeholt, entsteht eine hybride Umgebung, und die Entscheidung fällt Workload für Workload, auf Basis gemessener Auslastung und der Rechnungspositionen.

Warum Unternehmen Workloads aus der Public Cloud zurückholen

Kapazität in der Public Cloud wird nach Bedarf bereitgestellt und freigegeben und nach Nutzung abgerechnet; die Cloud-Definition des NIST (SP 800-145) zählt schnelle Elastizität und gemessene Dienstnutzung zu ihren wesentlichen Merkmalen. Ein Workload, der den ganzen Monat auf gleichem Niveau läuft, nutzt diese Elastizität nicht; verglichen wird dann die nach Nutzung abgerechnete Last auf konstantem Niveau mit fester Kapazität, die auf die gemessene Spitze dimensioniert ist.

Mit der Datenübertragung kommt ein Kostenposten hinzu, der mit den Daten wächst, die die Cloud verlassen: Antworten an Nutzer, Kopien auf On-Premise-Systeme, Backups und Wiederherstellungen. Die EU-Datenverordnung (Data Act), Verordnung (EU) 2023/2854, definiert Datenextraktionsentgelte (Egress-Gebühren) als Entgelte dafür, dass Daten über das Netz in die Systeme eines anderen Anbieters oder in IKT-Infrastruktur in eigenen Räumlichkeiten extrahiert werden (Artikel 2 Nummer 35), und für den Umzug selbst zählen sie zu den Wechselentgelten, die die Verordnung begrenzt.

Lizenzbedingungen können das Ergebnis in beide Richtungen verschieben. Software, die je physischem Kern, je Host oder je Prozessor gezählt wird, kann für geteilte Cloud-Hardware eigene Regeln haben, und Lizenzen, die mit Cloud-Instanzen bereitgestellt werden, nutzen Sie nur über den Vertrag mit dem Anbieter; sie ziehen deshalb nicht mit dem Workload um.

Verträge, Kunden und Branchenvorschriften können verlangen, dass Daten in der EU bleiben oder von einem Betreiber unter EU-Jurisdiktion gehalten werden. Standort und Jurisdiktion sind getrennte Fragen; was jede davon ändert, erklärt unser Artikel zu CLOUD Act und EU-Datenresidenz.

KI-Inferenz mit hohem, konstantem Token-Volumen hält dedizierte GPUs ausgelastet, und die Prompts und Dokumente, die sie verarbeitet, müssen unter Umständen auf Systemen bleiben, die Sie kontrollieren. Bei einer Nutzung nur zu Bürozeiten stehen GPUs den größten Teil der Woche ungenutzt; ob dedizierte GPUs weniger kosten als eine Cloud-API, hängt daher von Token-Volumen und Auslastung ab. Wie Sie den Break-even mit Ihren eigenen Zahlen berechnen, zeigt unser Vergleich von privatem LLM und Cloud-API.

Umfragen und Prognosen zur Cloud-Repatriierung: Flexera, IDC und Gartner

Die folgenden Umfragen und Prognosen stützen sich auf unterschiedliche Fragen und Stichproben, ihre Zahlen lassen sich daher nicht addieren. Der 2026 State of the Cloud Report von Flexera, veröffentlicht am 18. März 2026, beruht auf einer Umfrage unter mehr als 750 Cloud-Entscheidern und -Nutzern. Danach betreiben 73 % der Organisationen hybride Umgebungen, und die deutschsprachige Pressemitteilung von Flexera vom selben Tag ergänzt, dass nur 14 % ausschließlich auf Public Clouds setzen. Die Steuerung der Cloud-Ausgaben blieb für 85 % der Befragten eine Top-Herausforderung. Nach den Zahlen von Flexera stieg der Anteil verschwendeter Cloud-Ausgaben auf 29 %, der erste Anstieg seit fünf Jahren, den Flexera auf stark wachsende cloudbasierte KI-Workloads zurückführt.

Der Blogbeitrag von IDC vom 28. Oktober 2024 nennt Kostenmanagement, Performance-Optimierung, Sicherheit und Compliance sowie operative Kontrolle als Treiber der Repatriierung. Ein IDC Survey Spotlight vom März 2026 untersucht, wie stark die Integration von KI die Repatriierung antreibt; laut seiner Zusammenfassung werden bestimmte Workloads, insbesondere solche mit hochwertigen Modellen und sensiblen Daten, „zurück in die eigene Infrastruktur geholt“.

Gartner verwendet den Begriff Geopatriation für die Verlagerung von Unternehmensdaten und Anwendungen aus globalen Public Clouds in lokale Optionen wie souveräne Clouds, regionale Cloud-Anbieter oder die eigenen Rechenzentren einer Organisation, „wegen wahrgenommener geopolitischer Risiken“. In einer Pressemitteilung vom 20. Oktober 2025 sagte Gartner voraus, dass mehr als 75 % der Unternehmen in Europa und im Nahen Osten ihre virtuellen Workloads bis 2030 geopatriieren werden. Den Anteil im Jahr 2025 bezifferte Gartner auf weniger als 5 %.

Welche Workloads Sie zurückholen und welche in der Public Cloud bleiben

WORKLOADÜBLICHE ENTSCHEIDUNGWARUMZUERST PRÜFEN
Anwendungs-VMs mit Dauerlastoft Rück­verlagerungkonstante Last nutzt die Elastizität nichtzwölf Monate Nutzung von CPU und RAM
Selbstverwaltete DatenbankenRück­verlagerung zusammen mit ihren AnwendungenAbfragen zwischen zwei Standorten erhöhen die LatenzAbhängigkeiten, Lizenz­bedingungen
Managed-Datenbank­diensteVerbleib oder Rück­verlagerung mit NeuaufbauPatching, Backups und Failover werden Ihre Aufgabegenutzte Funktionen der Datenbank-Engine
Backups und Archiveoft Rück­verlagerungfolgen der Produktion; IDC zählt Backup und Disaster Recovery zu den am häufigsten zurückverlagerten ElementenAufbewahrung, Wieder­herstellungs­tests
KI-Inferenz mit Dauerlastoft Rück­verlagerungkonstante GPU-Last; nach IDC werden Workloads mit hochwertigen Modellen und sensiblen Daten in die eigene Infra­struktur zurückgeholtToken-Volumen, Datenklasse
Serverless-Funktionenmeist Verbleibder Code hängt von Laufzeit­umgebung, Triggern und Queues des Anbieters abAufwand für das Neuschreiben
Spitzen- oder Saisonlastmeist VerbleibKapazität für die Spitze stünde die meiste Zeit ungenutztVerhältnis von Spitze zu Durchschnitt
Tests und kurze Projektemeist VerbleibKapazität wird mit dem Projektende freigegebenProjekt­laufzeit

Unsere Einschätzung; die Zeilen zu Backups und KI-Inferenz stützen sich außerdem auf den Blogbeitrag von IDC vom 28. Oktober 2024 und das IDC Survey Spotlight US54381526 (März 2026), die Zeilen zu Serverless und Managed Services auf die Fälle, die unsere EU-Cloud-Seite als nicht passend nennt.

Eine virtuelle Maschine zieht mit Betriebssystem und Anwendungen um, nach einer Konvertierung ihrer Festplatten, wenn sie als native Cloud-Instanz lief. Code, der für Funktionen, Queues oder proprietäre Datenbanken eines Anbieters geschrieben wurde, muss zuerst neu geschrieben werden, und dieser Aufwand kann die Einsparung übersteigen. Unsere EU-Cloud-Plattform ist für klassische Workloads gebaut und nicht die richtige Wahl, wenn ein Unternehmen viele Managed Services eines globalen Hyperscalers braucht, etwa Serverless, ML-Plattformen oder exotische Datenbanken.

Im ersten Gespräch gehen wir Ihre Workloads und Anforderungen durch, und Sie erhalten zwei oder drei Konfigurationsoptionen und eine indikative Monatsrechnung. Schicken Sie uns die Workloads, die Sie zuerst umziehen würden, mit ihrer Nutzung von CPU, RAM und Storage.

Wie Sie die Kosten eines Workloads vor der Rückverlagerung vergleichen

Der Vergleich trägt nur, wenn beide Seiten denselben Zeitraum und denselben Umfang abdecken. Passen Sie die Cloud-Seite vor dem Vergleich an die tatsächliche Last an (Rightsizing), denn eine Instanz, die größer ist, als ihre Last es erfordert, lässt die Cloud teurer erscheinen, und eine kleinere kann einen Teil der Differenz ohne Umzug schließen. Kalkulieren Sie für konstante Last auch die Kapazitätszusagen, die Ihr Anbieter im Angebot hat.

  1. Sammeln Sie zwölf Monate Rechnungspositionen des Workloads für Compute, Storage, Datenübertragung, Lizenzen, Support und Kapazitätszusagen.
  2. Exportieren Sie die Auslastung für dieselben Monate: CPU, RAM, Storage-Wachstum, IOPS und ausgehenden Datenverkehr, mit Spitzen- und Durchschnittswerten.
  3. Dimensionieren Sie das Ziel nach den gemessenen Spitzen plus Reserve für Wachstum und Wartung, nicht nach den genutzten Instanzgrößen.
  4. Kalkulieren Sie das Ziel über dieselbe Laufzeit: Hardware und ihre Abschreibung oder eine monatliche Hosting-Rechnung, zu kaufende Lizenzen, Strom, Fläche, Backup, bei Bedarf einen zweiten Standort sowie Personalzeit oder einen Supportvertrag.
  5. Rechnen Sie die einmaligen Kosten hinzu: Migrationsarbeit, Parallelbetrieb, Neuaufbau dessen, was von Managed Services abhing, und Übertragungsentgelte für den Umzug.
  6. Entscheiden Sie je Workload, und ziehen Sie zuerst die Workloads um, bei denen der Unterschied klar und der Aufwand gering ist.

Ziele der Rückverlagerung: On-Premise, Colocation oder gehostete Cloud

ZIELHARDWAREBETREIBERPASST FÜR
Eigenes Rechen­zentrumIhreIhre Mitarbeiter oder ein DienstleisterSysteme, die an einen Standort mit Platz, Strom und Kühlung gebunden sind
ColocationIhreSie, in einem Rechen­zentrum, das Fläche, Strom, Kühlung und Anbindung bereitstellteigene Hardware, ohne ein Gebäude zu betreiben
Gehostete Private Clouddie des Anbieters, für Sie dediziertder Anbieter betreibt die Plattform; Konfiguration, Richtlinien und Zugriffe gehören Ihnenstrenge Security-Policy, regulatorische Anforderungen, konstant hoher Verbrauch
IaaS, garantierte Ressourcendie des Anbietersder Anbieter betreibt Hardware und Virtualisierung; Sie betreiben Betriebs­systeme und AnwendungenApplikations­server, Datenbanken, Test­umgebungen
Hybridbeidesbeide, mit Replikation zwischen den Standortenschrittweise Migration, Systeme, die bei Ihnen bleiben müssen

NIST SP 800-145 (September 2011) für das, was der IaaS-Nutzer kontrolliert; unsere EU-Cloud-Seite für die Zeilen Private Cloud, IaaS und Hybrid; die ersten beiden Zeilen sind unsere Einschätzung.

Beim eigenen Rechenzentrum oder bei Colocation liegen Kapitalkosten, Hardware-Erneuerung und das Personal für den Betrieb wieder bei Ihnen, im eigenen Gebäude außerdem Fläche, Strom und Kühlung. Bei den gehosteten Optionen bleibt die Hardware beim Anbieter; die Kriterien für die Wahl zwischen ihnen nennt unser Vergleich von IaaS, Private Cloud und Hybrid.

Public Cloud verlassen: der EU Data Act und der Stichtag im Januar 2027

Die Begriffsbestimmung des Wechsels in Artikel 2 Nummer 34 der Datenverordnung umfasst den Umzug vom Datenverarbeitungsdienst eines Anbieters zu einem anderen Anbieter und den Umzug auf eine „IKT-Infrastruktur in eigenen Räumlichkeiten“. Seit dem 12. September 2025 muss der Cloud-Vertrag die Bedingungen für den Wechsel schriftlich festlegen, mit einer Kündigungsfrist von höchstens zwei Monaten und einem Übergangszeitraum von höchstens 30 Kalendertagen für den Umzug, gefolgt von mindestens 30 Kalendertagen für den Datenabruf (Artikel 25). Vom 11. Januar 2024 bis zum 12. Januar 2027 dürfen Anbieter ermäßigte Wechselentgelte erheben, Datenextraktionsentgelte eingeschlossen, begrenzt auf ihre Kosten im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Wechsel; ab dem 12. Januar 2027 dürfen sie keine mehr erheben (Artikel 29). Stand 6. Oktober 2026 gelten diese Regeln in der 2023 veröffentlichten Fassung; der Digital-Omnibus-Vorschlag, der Teile davon ändern würde, ist nicht angenommen worden.

Standarddienstentgelte und Sanktionen bei vorzeitiger Kündigung sind nach Artikel 2 Nummer 36 keine Wechselentgelte; prüfen Sie deshalb Mindestlaufzeiten und Abnahmezusagen, bevor Sie einen Termin festlegen. Bei einem großen Datenumzug entscheidet der Termin außerdem darüber, ob überhaupt ermäßigte Wechselentgelte anfallen können. Artikel 25 Absatz 2 Buchstabe a verlangt eine Vertragsklausel, die es Ihnen ermöglicht, „alle exportierbaren Daten und digitalen Vermögenswerte“ auf eine IKT-Infrastruktur in eigenen Räumlichkeiten zu übertragen; bei einer teilweisen Repatriierung, bei der andere Workloads beim Anbieter bleiben, fragen Sie schriftlich nach, welche Entgelte gelten. Ob der Umzug nur einiger Workloads als Wechsel gilt und ob eine Ausnahme wie Artikel 31 für maßgeschneiderte Dienste greift, ist eine rechtliche Bewertung, die Ihre Rechtsabteilung vornimmt. Fristen, Ausnahmen und die Cloud-Exit-Strategie behandelt unser Leitfaden zum Cloud-Wechsel nach dem Data Act.

Migrationsmethode und die Kosten, die nach der Rückverlagerung bleiben

VMs, die bereits auf einem VMware-basierten Dienst laufen, können die Methoden aus unserem Leitfaden zur Migration von VMs auf eine gehostete VMware-Plattform nutzen, sofern der Anbieter die dafür nötigen Zugriffe gewährt. Native Instanzen einer Public Cloud nutzen die Virtualisierung und die Image-Formate des Anbieters; sie brauchen deshalb einen Export und eine Konvertierung ihrer Festplatten, wo der Anbieter das unterstützt, und Treiber für die neue virtuelle Hardware im Gastsystem, oder einen Neuaufbau, bei dem die Daten hinüberkopiert werden. In beiden Fällen zieht eine Anwendung im selben Wartungsfenster um wie ihre Daten.

Mehrere Kostenposten bleiben, auch wenn die Cloud-Rechnung kleiner wird. Dienste, die von der Managed-Plattform eines Anbieters abhingen, werden durch Software ersetzt, die Sie selbst betreiben, etwa einen Datenbank-Cluster mit eigenen Backups und eigenem Failover, Message Queues und Monitoring. Ihre Mitarbeiter übernehmen Hypervisoren, Storage, Netzwerke, Patching, Wiederherstellungstests und Rufbereitschaft, sofern das nicht ein Anbieter vertraglich leistet. Gekaufte Hardware braucht einen Erneuerungszyklus und Reservekapazität für Wartung, und ein Workload, der über mehrere Zonen eines Anbieters lief, braucht einen zweiten Standort, um diesen Schutz zu behalten. Während des Umzugs werden beide Umgebungen bezahlt, und eine hybride Umgebung behält eine Cloud-Rechnung für die verbleibenden Dienste und die Daten, die zwischen beiden fließen.

Unser technisches Assessment liefert ein Review der Systeme und der Zielkonfiguration und einen Schritt-für-Schritt-Migrationsplan, und der Preis steht vor Beginn fest. Beschreiben Sie im Formular unten die Systeme, die Sie zurückholen würden, mit ihren Abhängigkeiten.

Was wir tun

Mit unserer EU-Cloud hosten wir IaaS auf der VMware-vSphere-Plattform, bei der CPU und RAM garantiert und nicht mit anderen Kunden geteilt sind, oder eine dedizierte Private Cloud, in Baltnetas Tier-3-Rechenzentren in Litauen (ISO 27001, PCI DSS), mit Daten und Backups, die in der EU bleiben, und einer transparenten monatlichen Rechnung in Euro. Hybrid ist ein Standardszenario, bei dem ein Teil der Systeme bei Ihnen bleibt, mit Replikation zwischen den Standorten. Unser Engineering-Partner Vixen.UNO übernimmt Migration und Support und zieht Systeme Schritt für Schritt in vereinbarten Wartungsfenstern mit Rollback-Plan um; wo Systeme tief mit den proprietären Services einer globalen Cloud verwachsen sind, rechnen wir zuerst, ob sich ein Umzug lohnt. Für KI-Inferenz betreibt unser Service Private AI/ML Modelle on-premise oder auf dedizierter Hardware in einem Tier-3-Rechenzentrum in Litauen und umfasst eine TCO-Rechnung gegen Cloud-GPUs vor dem Kauf. Das erste Gespräch ist kostenlos, und der Preis des technischen Assessments steht vor Beginn fest.

FAQ

Was ist Cloud-Repatriierung?
Cloud-Repatriierung ist die Rückverlagerung von Workloads oder Daten aus einer Public Cloud ins eigene Rechenzentrum, in ein Colocation-Rechenzentrum oder in eine Private Cloud, die für Ihre Organisation gehostet wird; ein Umzug auf die IaaS eines regionalen Anbieters mit garantierten Ressourcen folgt denselben Schritten. Ein Blogbeitrag von IDC vom 28. Oktober 2024 nannte die Repatriierung „keine Komplettmigration“ und bezifferte unter Berufung auf den Server and Storage Workloads Survey von IDC den Anteil der Unternehmen, die eine vollständige Rückverlagerung ihrer Workloads planen, auf 8 bis 9 %.
Warum holen Unternehmen Workloads aus der Public Cloud zurück?
Die üblichen Gründe sind konstante Last, die die Elastizität der Cloud nicht nutzt, Entgelte für die Datenübertragung, Lizenzbedingungen, Anforderungen daran, wo Daten gespeichert werden und wer die Plattform betreibt, sowie konstante GPU-Last für KI-Inferenz. Ein Blogbeitrag von IDC vom 28. Oktober 2024 nennt Kostenmanagement, Performance-Optimierung, Sicherheit und Compliance sowie operative Kontrolle als Treiber, und eine Pressemitteilung von Gartner vom 20. Oktober 2025 verwendet den Begriff Geopatriation für die Verlagerung aus globalen Public Clouds „wegen wahrgenommener geopolitischer Risiken“.
Welche Workloads sollte man aus der Public Cloud zurückholen?
Übliche Kandidaten sind virtuelle Maschinen mit konstanter Last, selbstverwaltete Datenbanken zusammen mit ihren Anwendungen, Backups und KI-Inferenz mit konstanter Last, weil ihre Last konstant ist oder ihre Daten umfangreich oder sensibel sind. Serverless-Funktionen, Managed-Plattformdienste, stark schwankende oder saisonale Last und kurzlebige Testumgebungen bleiben meist, weil sie auf Elastizität oder auf Diensten beruhen, die es nur auf der Plattform eines Anbieters gibt. Entscheiden Sie je Workload, auf Basis von zwölf Monaten Auslastung und Rechnungspositionen.
Ist Cloud-Repatriierung günstiger als der Verbleib in der Public Cloud?
Das hängt vom Workload ab: Konstante Last auf fester Kapazität, die auf die gemessene Spitze dimensioniert ist, kann weniger kosten als nutzungsabhängige Abrechnung, während stark schwankende Last feste Kapazität die meiste Zeit ungenutzt ließe. Ein fairer Vergleich deckt auf beiden Seiten denselben Zeitraum ab und schließt den Parallelbetrieb während des Umzugs und die Kosten danach ein, etwa für den Ersatz von Managed Services, das Know-how der Mitarbeiter, die Hardware-Erneuerung und einen zweiten Standort für Disaster Recovery. Wer die Cloud-Instanzen zuerst an die Last anpasst (Rightsizing) und für konstante Last Kapazitätszusagen kalkuliert, sieht, wie viel von der Differenz bleibt.
Was ist der Unterschied zwischen Cloud-Repatriierung und Cloud-Exit-Strategie?
Cloud-Repatriierung ist der Umzug selbst, zurück in eigene oder in gehostete Infrastruktur. Eine Cloud-Exit-Strategie ist der dokumentierte Plan für den Ausstieg bei einem Anbieter, mit dem Ziel jedes Systems, den Vertragsfristen und Entgelten, dem Migrationsweg und der Löschung der Daten am Ende, unabhängig davon, ob Sie jetzt umziehen. Nach Artikel 25 Absatz 2 Buchstabe b der EU-Datenverordnung (Data Act) muss der Vertrag den Anbieter verpflichten, die Ausstiegsstrategie des Kunden zu unterstützen, unter anderem durch Bereitstellung aller einschlägigen Informationen.
Was ändert der EU Data Act beim Verlassen der Public Cloud?
Die Wechselregeln des Data Act gelten seit dem 12. September 2025, waren am 6. Oktober 2026 unverändert und erfassen den Umzug zu einem anderen Anbieter und auf eine IKT-Infrastruktur in eigenen Räumlichkeiten; sie verlangen schriftliche Vertragsbedingungen mit einer maximalen Kündigungsfrist, einem maximalen Übergangszeitraum und einer Mindestfrist für den Datenabruf. Bis zum 12. Januar 2027 dürfen Anbieter ermäßigte Wechselentgelte erheben, Datenextraktionsentgelte eingeschlossen, begrenzt auf ihre Kosten im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Wechsel, und ab diesem Datum keine mehr. Standarddienstentgelte und Sanktionen bei vorzeitiger Kündigung sind keine Wechselentgelte, und bei einem teilweisen Umzug, bei dem andere Workloads beim Anbieter bleiben, fragen Sie den Anbieter schriftlich, welche Entgelte gelten.

Schicken Sie uns die Workloads, deren Rückverlagerung Sie erwägen, mit ihrer Nutzung von CPU, RAM und Storage in den letzten zwölf Monaten, den Datenmengen, den Abhängigkeiten von Managed Services und den Bedingungen Ihres aktuellen Cloud-Vertrags. Wir antworten innerhalb eines Werktages mit einem Termin für das erste Gespräch, nach dem Sie zwei oder drei Konfigurationsoptionen und eine indikative Monatsrechnung haben. Das erste Gespräch ist kostenlos.

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