Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/424 für Server und GPU-Server: was gilt, was Sie anfragen
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- Die Verordnung (EU) 2019/424 legt Ökodesign-Anforderungen für Server mit bis zu vier Prozessorsockeln fest, die in der EU in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden; die meisten Anforderungen gelten seit 1. März 2020, die strengeren Netzteilwerte seit 1. Januar 2023
- Ein GPU-Server mit PCIe-Karten fällt darunter: Die Verordnung nennt eine solche Karte Expansion-APA, und Leerlaufleistung und Effizienz im aktiven Zustand werden ohne diese Karte gemessen, die angegebenen Werte enthalten die GPUs also nicht
- Seit 1. Januar 2023 muss ein Server-Netzteil mit einem Ausgang bei 10, 20, 50 und 100 Prozent Last 90, 94, 96 und 91 Prozent Wirkungsgrad erreichen, bei halber Last einen Leistungsfaktor von mindestens 0,95
- Die jeweils neueste Firmware muss ab zwei Jahren nach dem ersten in Verkehr gebrachten Gerät eines Modells bis mindestens acht Jahre nach dem letzten verfügbar sein, Sicherheitsupdates für dieselben acht Jahre kostenlos
- Die Produktseite der Kommission führt die Verordnung am 25. Oktober 2026 weiter als „under review“; nach der ESPR, Verordnung (EU) 2024/1781, bleiben solche Maßnahmen in Kraft, bis ein delegierter Rechtsakt sie aufhebt
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Was die Verordnung (EU) 2019/424 von einem GPU-Server verlangt
Die Verordnung (EU) 2019/424 der Kommission ist die EU-Ökodesign-Verordnung für Server und Datenspeicherprodukte. Für Server mit einem bis vier Prozessorsockeln legt sie einen Mindestwirkungsgrad der Netzteile fest, Grenzwerte für Leerlaufleistung und Effizienz im aktiven Zustand, Firmware und Sicherheitsupdates für mindestens acht Jahre, eine Funktion zur sicheren Datenlöschung, eine reparierbare Bauweise und ein Produktinformationsblatt, das der Hersteller veröffentlicht. Ein GPU-Server mit PCIe-Karten fällt unter die Verordnung, seine Leerlauf- und Effizienzwerte werden aber ohne die GPU-Karten gemessen, über den Stromverbrauch der GPUs sagt sie daher fast nichts.
Für die Geschäftsführung oder den Einkauf hat das zwei praktische Folgen. Die Pflichten liegen bei den Unternehmen, die Server in der EU in Verkehr bringen oder in Betrieb nehmen, und die Angaben, die sie veröffentlichen müssen, liefern dem Käufer konkrete Zeilen für eine Ausschreibung: Netzteil-Wirkungsgrad, Betriebstemperaturklasse, Firmware-Versorgung und Datenlöschung. Den Energiebedarf des Servers unter KI-Last muss man gesondert angeben lassen und prüfen, weil die Verordnung ihn nicht erfasst.
Dieser Leitfaden erklärt die Verordnung, wie sie auf GPU-Server anwendbar ist, Stand Oktober 2026. Er ist eine allgemeine Information zum EU-Recht, gelesen in den amtlichen Texten auf EUR-Lex, und keine rechtliche Beurteilung. Die Verordnung gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat; ob eine Pflicht Ihr eigenes Unternehmen trifft, etwa wenn es Server selbst importiert, bestätigt Ihre Rechtsberatung.
Welche Server erfasst sind und welche ausgenommen
Artikel 1 Absatz 1 erfasst das Inverkehrbringen und die Inbetriebnahme von Servern und Online-Datenspeicherprodukten. Artikel 2 definiert einen Server als Rechenprodukt, das Dienste bereitstellt und vernetzte Ressourcen für Client-Geräte verwaltet, vor allem über das Netzwerk und nicht über Tastatur und Bildschirm bedient wird, für Server-Betriebssysteme oder Hypervisoren ausgelegt ist und fehlerkorrigierenden oder gepufferten Speicher unterstützt. Eine Workstation unter dem Schreibtisch, an der ein Ingenieur mit eigener Tastatur arbeitet, erfüllt diese Definition nicht; ein GPU-Server im Rack erfüllt sie.
Artikel 1 Absatz 2 nimmt neun Produktarten aus. Fünf davon können beim Kauf eines GPU-Servers eine Rolle spielen.
| AUSNAHME | BEDEUTUNG | ÜBLICHER GPU-SERVER |
|---|---|---|
| Mehr als vier Sockel | Server mit fünf oder mehr Prozessorsockeln | nicht ausgenommen: zwei Sockel |
| Großserver | ausfallsicher, vorintegriert, ganze Racks, mindestens 32 eigene E/A-Steckplätze | nicht ausgenommen |
| Voll fehlertoleranter Server | vollständige Hardware-Redundanz auf zwei Knoten | nicht ausgenommen |
| Server-Appliance | nicht für vom Nutzer installierte Software gedacht | nicht ausgenommen |
| Kleinserver | fällt unter Verordnung (EU) Nr. 617/2013 | nicht ausgenommen |
Verordnung (EU) 2019/424, Artikel 1 Absatz 2 und Definitionen in Artikel 2, EUR-Lex, gelesen am 25. Oktober 2026. Die übrigen Ausnahmen sind eingebettete Server, Netzwerkserver sowie kleine und große Datenspeicherprodukte.
Ein Server mit zwei Sockeln und zwei, vier oder acht GPU-Karten, wie auf unserer Seite zu KI-Servern, liegt also im Geltungsbereich. Drei Serverarten sind nur von den Grenzwerten für Leerlauf und aktiven Zustand ausgenommen, nicht von der ganzen Verordnung: ausfallsichere Server (resilient servers), Server mit integriertem APA und HPC-Server. Die Verordnung definiert einen HPC-Server als Server, der für hochparallele Anwendungen im Hochleistungsrechnen oder für KI-Anwendungen mit Deep Learning ausgelegt und optimiert ist; er muss aus mehreren Rechenknoten bestehen, die zur Steigerung der Rechenleistung zu einem Cluster verbunden sind, mit schnellen Verbindungen zwischen den Knoten. Ein einzelner GPU-Server ist ein Knoten; ob ein bestimmter GPU-Cluster diese Definition erfüllt, bestätigen der Hersteller und Ihre Rechtsberatung.
GPU-Karten gelten als Expansion-APA und werden für die Messung entfernt
Die Verordnung nennt eine GPU einen Auxiliary Processing Accelerator, kurz APA: einen spezialisierten Prozessor mit zugehörigem Subsystem, der die Rechenleistung erhöht und ohne CPU nicht arbeiten kann. Sie unterscheidet zwei Arten. Ein Expansion-APA sitzt auf einer Erweiterungskarte in einem Erweiterungssteckplatz. Ein integrierter APA ist in die Hauptplatine oder das Prozessorgehäuse eingebaut. Die NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition, die H200 NVL, die L40S und die L4 sind PCIe-Erweiterungskarten, in einem Server also Expansion-APAs.
Server mit integriertem APA sind von den Grenzwerten für Leerlaufleistung und aktive Effizienz ausgenommen. Server mit Expansion-APAs bleiben den Grenzwerten unterworfen; nach Anhang III wird der Prüfling dabei ohne den Expansion-APA geprüft, wenn Leerlaufleistung, Effizienz und Leistung im aktiven Zustand gemessen werden. Hängen die Karten an einer eigenen PCI-Express-Switch-Karte oder einem Riser, wird auch dieser für diese Messungen entfernt.
Für den Käufer ist die Folge eindeutig. Leerlaufleistung und Effizienzwert im Informationsblatt eines GPU-Servers beschreiben den Server ohne seine GPUs. Nach unserer Schätzung zieht ein Server mit vier RTX PRO 6000 Server Edition bei 600 W und zwei EPYC 9355 rund 3,4 kW an der Steckdose, wie unser Leitfaden zum Server mit vier Karten herleitet, davon 2,4 kW für die Karten. Nichts davon erscheint in den Grenzwerten der Verordnung. Unser Artikel zum GPU-Energieverbrauch pro Token zeigt, wie man die Energie im Verhältnis zur geleisteten Arbeit misst.
Energieeffizienz des Grundservers im Leerlauf und im aktiven Zustand
Für Server mit einem oder zwei Sockeln setzt sich der Leerlauf-Grenzwert aus einem Grundwert und Zuschlägen für die eingebauten Komponenten zusammen. Der Grundwert beträgt 25 W bei einem Sockel, 38 W bei zwei und 40 W bei Blade- oder Multi-Node-Servern. Dazu kommen 10 W je redundantem Netzteil, 5,0 W je Laufwerk, 0,18 W je GB Arbeitsspeicher über 4 GB, 4,0 W je gepuffertem DDR-Kanal über acht, ein Zuschlag für die Prozessorleistung und für Netzwerkkomponenten mit mehr als zwei Ports ab 1 Gb/s ein Zuschlag je aktivem Port, der auf 15 W bei 10 bis unter 25 Gb/s, 20 W bei 25 bis unter 50 Gb/s und 26 W ab 50 Gb/s steigt.
Der Speicherzuschlag zeigt, wie groß die Grundlast eines GPU-Servers wird. Für 768 GB Arbeitsspeicher, die Menge, die wir zu vier Karten mit 96 GB anbieten, beträgt allein dieser Zuschlag nach unserer Rechnung 0,18 × 764 = 137,5 W. Die Effizienz im aktiven Zustand muss mindestens 9,0 bei einem Sockel, 9,5 bei zwei und 8,0 bei Blade- oder Multi-Node-Servern erreichen. Anhang IIIa, eingefügt durch die Verordnung (EU) 2021/341, nennt ETSI EN 303470:2019 unter den Übergangsmessmethoden und verlangt Messungen bei EU-üblicher Spannung und Frequenz, zum Beispiel 230 V und 50 Hz.
Die Verordnung (EU) 2021/341 hat auch Artikel 6 zur Umgehung neu gefasst: Produkte dürfen nicht so gestaltet sein, dass sie eine Prüfung erkennen und ihr Verhalten während der Prüfung ändern, um ein besseres Ergebnis zu erzielen.
Wirkungsgrad und Leistungsfaktor der Netzteile
Die Anforderung an die Netzteile gilt für jeden erfassten Server, mit oder ohne GPUs, und an dieser Stelle fallen die großen Netzteile eines GPU-Servers direkt unter die Verordnung.
| NETZTEILART | 10 % LAST | 20 / 50 / 100 % | PF BEI 50 % |
|---|---|---|---|
| Mehrere Ausgänge, 2020 | keine Anforderung | 88 / 92 / 88 % | 0,90 |
| Ein Ausgang, 2020 | keine Anforderung | 90 / 94 / 91 % | 0,95 |
| Mehrere Ausgänge, 2023 | keine Anforderung | 90 / 94 / 91 % | 0,95 |
| Ein Ausgang, 2023 | 90 % | 94 / 96 / 91 % | 0,95 |
Verordnung (EU) 2019/424, Anhang II Nummern 1.1.1 und 1.1.2, EUR-Lex, gelesen am 25. Oktober 2026. PF ist der Leistungsfaktor; die Zeilen 2020 gelten ab 1. März 2020, die Zeilen 2023 ab 1. Januar 2023.
Server, die seit 1. Januar 2023 in Verkehr gebracht werden, müssen die unteren Zeilen erfüllen. In einem GPU-Server zählt der Punkt bei 10 Prozent mehr, als es scheint: Bei redundanten Netzteilen an A- und B-Einspeisung trägt jedes Netzteil oft die Hälfte der Last oder weniger, sein Wirkungsgrad bei geringer Last bestimmt also einen Teil der Verluste. Das Informationsblatt nennt den Wirkungsgrad je Lastpunkt auf eine Nachkommastelle, damit lassen sich Angebote vergleichen.
Das Informationsblatt des Herstellers
Seit 1. März 2020 veröffentlicht der Hersteller für jedes Servermodell Produktinformationen im Handbuch und auf einer frei zugänglichen Website, bis mindestens acht Jahre nach dem Inverkehrbringen des letzten Geräts des Modells. Nummer 3.1 nimmt maßgefertigte Server aus, die als Einzelanfertigung gebaut werden. Das Blatt enthält diese Angaben.
| ANGABE | NUMMER | IN DER AUSSCHREIBUNG |
|---|---|---|
| Netzteil-Wirkungsgrad | 3.1(e) | Angebote auf eine Nachkommastelle vergleichen |
| Leistungsfaktor bei 50 % | 3.1(f) | gegen die Untergrenze 0,95 prüfen |
| Nennleistung der Netzteile | 3.1(g) | Einspeisung und Redundanz planen |
| Leerlauf, Maximalleistung | 3.1(h), (j) | Leerlauf nur für den Grundserver |
| Betriebsbedingungsklasse | 3.1(k) | zum Raum passend, A1 bis A4 |
| Leerlauf am Klassenrand | 3.1(l) | Leerlauf am warmen Ende |
| Aktive Effizienz, Leistung | 3.1(m) | Grundserver, Karten entfernt |
| Sichere Datenlöschung | 3.1(n) | Anleitung und Normen |
Verordnung (EU) 2019/424, Anhang II Nummer 3.1, EUR-Lex, gelesen am 25. Oktober 2026. Das Blatt nennt außerdem Produktart, Hersteller, Modellnummern, Herstellungsjahr und die Komponenten, für die Leerlaufzuschläge beansprucht werden.
Die Betriebsbedingungsklassen folgen Tabelle 6 in Anhang II: zulässige Zulufttemperaturen von 15 bis 32 °C für A1, 10 bis 35 °C für A2, 5 bis 40 °C für A3 und 5 bis 45 °C für A4, empfohlen sind für alle vier 18 bis 27 °C. Die angegebene Klasse ist eine Eigenschaft des Servermodells; die Grenze des Herstellers für eine volle GPU-Bestückung kann enger sein. Dell begrenzt seine PowerEdge XE7740 und XE7745 mit acht RTX PRO 6000 Server Edition oder H200 NVL auf 30 °C Umgebungstemperatur, wie unser Leitfaden zur Zulufttemperatur von GPU-Servern zeigt; eine Ausschreibung fragt deshalb beide Werte ab.
Wir bauen GPU-Server auf Bestellung auf Serverplattformen, deren Hersteller die Karten für das jeweilige Gehäuse freigeben. Schicken Sie uns die Ökodesign- und Stromzeilen Ihrer Spezifikation, und unser Team antwortet mit einer Konfiguration, die jede dieser Zeilen erfüllt.
Firmware, sichere Datenlöschung und Reparatur
Drei Anforderungen zur Materialeffizienz zählen über die Lebensdauer eines GPU-Servers.
Firmware, Nummer 1.2.3, seit 1. März 2021: Die neueste verfügbare Firmware muss ab zwei Jahren nach dem Inverkehrbringen des ersten Geräts eines Modells bis mindestens acht Jahre nach dem letzten Gerät bereitstehen, kostenlos oder zu fairen, transparenten und nichtdiskriminierenden Kosten. Das neueste Sicherheitsupdate der Firmware muss vom Inverkehrbringen des Modells bis mindestens acht Jahre nach dem letzten Gerät kostenlos verfügbar sein. Unser Leitfaden zu Firmware-Updates von GPU-Servern erklärt, welche Teile eines GPU-Servers Firmware tragen und wer sie veröffentlicht.
Sichere Datenlöschung, Nummer 1.2.2, seit 1. März 2020: Für alle Datenspeicher im Server muss eine Funktion zur sicheren Datenlöschung bereitstehen. Die Verordnung versteht darunter eine Löschung, nach der der Zugriff auf die ursprünglichen Daten mit vertretbarem Aufwand nicht mehr möglich ist, und das Informationsblatt erklärt, wie die Funktion benutzt wird und welche Normen sie unterstützt. Wenn ein Server außer Betrieb geht, behandelt unser Leitfaden zum Lebenszyklus über fünf Jahre Löschnachweise und die WEEE-Richtlinie.
Reparatur, Nummer 1.2.1: Verbindungs-, Befestigungs- oder Dichtungstechniken dürfen die Demontage zur Reparatur oder Wiederverwendung von Laufwerken, Arbeitsspeicher, Prozessor, Hauptplatine, Erweiterungs- oder Grafikkarten, Netzteilen, Gehäuse und Batterien nicht verhindern. Nach Nummer 3.3 erhalten Dritte, die Server warten, reparieren, wiederverwenden, recyceln oder aufrüsten, nach einer Registrierung auf der Website des Herstellers kostenlos die Demontageanleitungen, zusammen mit Richtwerten für das Gewicht von Kobalt in den Batterien und Neodym in den Festplatten.
Zeilen für Ausschreibung und Einkaufsspezifikation
Diese Zeilen übersetzen die Verordnung in Formulierungen, die ein Bieter beantworten kann. Sie passen für eine öffentliche Ausschreibung, für die unser Leitfaden zur technischen Spezifikation einer GPU-Server-Ausschreibung die Vergaberegeln behandelt, und für die eigene Angebotsanfrage eines Unternehmens.
| ZEILE | FORMULIERUNG | GRUNDLAGE |
|---|---|---|
| Geltungsbereich | angeben, ob das Modell unter 2019/424 fällt | Art. 1 |
| Informationsblatt | Link zum Blatt nach 3.1 für das angebotene Modell | Anhang II 3.1 |
| Netzteile | Wirkungsgrad bei 10, 20, 50, 100 % laut Blatt | Anhang II 1.1.2 |
| Temperatur | angegebene Klasse und Zuluftgrenze mit GPUs | 3.1(k), Hersteller |
| Firmware | Zeitraum für Firmware und Sicherheitsupdates | Anhang II 1.2.3 |
| Datenlöschung | Verfahren und Norm für jedes Laufwerk | 1.2.2, 3.1(n) |
| Reparatur | Karten, Laufwerke und Netzteile ausbaubar | Anhang II 1.2.1 |
| Leistung unter Last | Anschlussleistung mit allen GPUs unter Volllast | Abnahmetest |
Unsere Formulierungen auf Grundlage der Verordnung (EU) 2019/424, gelesen auf EUR-Lex am 25. Oktober 2026. Die letzte Zeile liegt außerhalb der Verordnung.
Für die Betriebskosten zählt die letzte Zeile am meisten. Die Verordnung misst den Server ohne seine Karten, also fragt die Ausschreibung nach der maximalen Eingangsleistung mit allen GPUs unter Last und prüft sie im Abnahmelauf, wie unser Leitfaden zu Abnahmetests von GPU-Servern beschreibt. Unser Leitfaden zu Strom und Kühlung im GPU-Rack rechnet diesen Wert in Einspeisungen und Luftmengen um.
Die Überprüfung: Stand Oktober 2026
Artikel 8 verpflichtete die Kommission, die Verordnung zu überprüfen und die Ergebnisse, gegebenenfalls mit einem Entwurf zur Überarbeitung, bis März 2022 dem Konsultationsforum vorzulegen. Die Überprüfung sollte unter anderem die Effizienz im aktiven Zustand und die Leerlaufleistung, Geltungsbereich und Definitionen, Materialeffizienz und kritische Rohstoffe betrachten und die Frage, ob Server mit integriertem APA weiter von den Grenzwerten für Leerlauf und aktiven Zustand ausgenommen bleiben.
Die Überprüfungsseite der Kommission beschreibt eine Studie von ICF, die im Januar 2023 begann und im Juni 2024 abgeschlossen sein sollte. Compliance & Risks berichtete am 24. Februar 2025, dass ein Arbeitsdokument der Kommission mit dem Entwurf einer Verordnung, die 2019/424 ersetzen soll, vor dem Konsultationsforum vom 10. März 2025 verteilt worden sei und dort ein mögliches Energielabel für Server besprochen werde. Am 25. Oktober 2026 führt die Produktseite der Kommission die Verordnung (EU) 2019/424 weiter als geltende Verordnung für Server und vermerkt, dass sie „under review“ ist; eine verabschiedete Nachfolgeregelung haben wir auf den gelesenen Seiten nicht gefunden.
Der rechtliche Rahmen hat sich inzwischen geändert. Die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte, Verordnung (EU) 2024/1781 (ESPR), ersetzt die Richtlinie 2009/125/EG, auf deren Grundlage 2019/424 erlassen wurde. Nach ihrem Erwägungsgrund 121 bleiben bestehende Durchführungsmaßnahmen in Kraft, bis ein delegierter Rechtsakt nach der neuen Verordnung sie aufhebt. Bis eine Nachfolgeregelung im Amtsblatt steht, gilt für einen Server, der in der EU in Verkehr gebracht wird, die Verordnung 2019/424 in der Fassung der Verordnung 2021/341.
Die Berichtspflicht zum Energieverbrauch von Rechenzentren ist eine eigene Pflicht für Betreiber von Rechenzentren mit einer installierten IT-Leistung von mindestens 500 kW, nach der Delegierten Verordnung (EU) 2024/1364; unser Artikel zum Energieverbrauch pro Token fasst sie zusammen.
Was wir liefern
Sie können einen GPU-Server bei uns kaufen: Unser Team legt die Konfiguration passend zu Ihrer Arbeitslast und Ihrem Budget aus und antwortet innerhalb eines Werktages. Wir bauen KI-Server auf Bestellung mit zwei bis acht NVIDIA-Karten, vor der Lieferung montiert und getestet, mit einem EU-Vertrag und einer Rechnung und Herstellergarantie auf jede Komponente; Mengen und Lieferzeit werden mit dem Angebot schriftlich bestätigt. Enthält Ihre Spezifikation Ökodesign-Zeilen, nennen Sie uns diese und die Zahl der Server, und das Angebot beantwortet sie Zeile für Zeile.
FAQ
Gilt die Ökodesign-Verordnung 2019/424 für GPU-Server?
Sind Server mit GPUs von den Leerlauf-Grenzwerten ausgenommen?
Welchen Netzteil-Wirkungsgrad verlangt die EU für Server?
Wie lange müssen Firmware-Updates für Server nach EU-Recht verfügbar sein?
Wird die Verordnung 2019/424 ersetzt?
Was sollte eine GPU-Server-Ausschreibung nach den Ökodesign-Regeln abfragen?
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